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Elf geführte Rundtouren lassen keine Wünsche offen für alle sattelfesten Hobbyradler und Wanderfreunde. Zum ersten Mal in diesem Jahr werden die beiden bisher getrennt beworbenen Tourenangebote nun zu einem interessanten Naherholungsangebot für die Region zusammengefasst.
Auf fünf Wandertouren und sechs Radltouren im Zeitraum von April bis Oktober 2012 kann man sich unter fachkundiger Führung auf Entdeckungstour machen. Im Mittelpunkt aller Veranstaltungen steht eine interessante und lebendige Vermittlung von Natur, Landschaft und Heimat "draußen vor Ort „.

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hier finden Sie von April bis Oktober elf geführte Radl- und Wandertouren.
Trotz Aprilwetter sehr gute Beteiligung bei der 1. AOM-Tour in Postbauer-Heng unter dem Motto. „Von der Keltenschanze zum Biberdamm“. 40 Wanderer, bestens ausgestattet mit Regenkleidung und festem Schuhwerk, machten sich auf den Weg zur Keltenschanze zwischen Pavelsbach und Berngau.
Der Sprecher des Aktionsbündnisses Oberpfalz-Mittelfranken (AOM) Bürgermeister Wolfgang Wild aus Berngau und Tourenführer, 1. Bürgermeister der Marktgemeinde Postbauer-Heng, Horst Kratzer, begrüßten die Gäste der AOM-Wanderung und freuten sich, dass trotz des Aprilwetters so viele gekommen waren. Erfreulicherweise auch viele Wanderfreunde aus den umliegenden Gemeinden.
Los gings um 13.00 Uhr an der Friedhofskirche St. Cäcilia in Pavelsbach. Nachdem Bürgermeister Kratzer einige geschichtliche Hintergründe zur Friedhofskirche erläutert hatte, ging es weiter zum Waldgebiet Appel, wo eine spätkeltische Viereckschanze an der Gemarkungsgrenze von Berngau, Pavelsbach und Röckersbühl das Ziel war. Etwas abgelegen und versteckt liegt dort seit über 2000 Jahren die spätkeltische Viereckschanze. Sie ist quadratisch angelegt, von einem zwei Meter hohen Erdwall mit umlaufendem äußeren Graben umgeben.
Ortsheimatpfleger, Matthias Meyer aus Berngau erläuterte hier den Wanderfreunden viel Interessantes und Wissenswertes über das Leben der Kelten, die als unsere Vorfahren etwa 500 Jahre vor Christus diese Gegend besiedelt hatten.
Der Zugang zur Viereckschanze war nur von Osten her möglich, was auf einen keltischen Sonnenkult schließen lässt. Überwiegend fanden die Viereckschanzen als militärische Befestigungen, für Viehpferchen und als Schutz für Gutshöfe Verwendung. Die Keltenschanze bei Dippenricht diente jedoch nur als religiöse Kult- und Opferstätte der Kelten. Es ist sicher, dass die Wälle mit einem Holzpalisadenzaun umgeben und der Graben mit Wasser gefüllt war. Die Kelten glaubten, dass aus dem Wasser alles Leben kommt. Das Element Wasser war den Kelten besonders bei Viereckschanzen als Kultstätte wichtig.
Nach einer gemütlichen Einkehr beim „Mane“ (Neuwirt) in Pavelsbach erläuterte Gabriele Bayer, Bund Naturschutz, den „Bibersee“ bei Pavelsbach. Wie keine andere heimische Tierart gestalten Biber ihren Lebensraum. Sie bauen Burgen und Dämme, fällen Bäume und schaffen dabei vielfältige Biotope: Tümpel und Teiche, Röhrichte und Nasswiesen. Dadurch können ausgedehnte Sumpflandschaften, so wie auch am „Bibersee“ mit Totholz, kleine Stückchen „Wildnis“, die in der kultivierten Landschaft selten geworden sind, entstehen. Davon profitieren wiederum andere Tiere wie Amphibien, Libellen und Fische. Selten gewordene Tier- und Pflanzenarten siedeln sich wieder an, die Artenvielfalt steigt.
Alles in allem eine sehr gelungene Auftaktveranstaltung zu deren Erfolg Frau Gabriele Bayer, Herr Matthias Meyer und auch die zahlreichen wetterfesten Wanderer ihren maßgeblichen Anteil beigetragen haben.
Die nächste AOM-Tour startet am 6. Mai um 14.00 Uhr am Sportplatz in Mühlhausen. Unter dem Motto: „Frühlingserwachen am Gehölzlehrpfad“ führen Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer und Frau Lina Brunner vom Tourismusverein Mühlhausen die interessierten Wanderfreunde über Wappersdorf nach Wangen. Fachkundig werden dabei die verschiedenen Baum- und Straucharten mit ihren ersten Knospen und Trieben erläutert.
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